2020

28. Volksbanken-Masters

Teilnehmer nach Abschluss der Qualifikationsturniere

SV Auersmacher 76,60 (Titelverteidiger)
SV Hellas Bildstock 185,65
FV 07 Diefflen 145,50
FV Eppelborn 134,60
SV Röchling Völklingen 133,00
FC Hertha Wiesbach 117,10
SV Mettlach 116,60
SF Köllerbach 100,05

Der Spielplan

Vorrunde
13.00 Gr A SV Röchling Völklingen 06 - SF Köllerbach  2:5
13.19 Gr A SV Hellas Bildstock - FC Hertha Wiesbach 3:4
13.38 Gr B SV Auersmacher - FV Eppelborn 1:1
13.57 Gr B SV Mettlach - FV 07 Diefflen 1:3
14.16 Gr A SV Röchling Völklingen 06 1 -  SV Hellas Bildstock 0:6
14.35 Gr A SF Köllerbach - FC Hertha Wiesbach 2:1
14.54 Gr B SV Auersmacher - SV Mettlach 3:1
15.13 Gr B FV Eppelborn - FV 07 Diefflen 1:5
15.32 Gr A SF Köllerbach -  SV Hellas Bildstock 1:1
15.51 Gr A FC Hertha Wiesbach - SV Röchling Völklingen 06 4:1
16.10 Gr B FV Eppelborn - SV Mettlach 0:2
16.29 Gr B FV 07 Diefflen - SV Auersmacher 1:5

Die Tabelle der Vorrunde
Gruppe A
1. SF Köllerbach 7
2. FC Hertha Wiesbach 6
3. SV Hellas Bildstock 4
4. SV Röchling Völklingen 06 0
Gruppe B
1. SV Auersmacher 7
2. FV 07 Diefflen 6
3. SV Mettlach 3
4. FV Eppelborn 1

Halbfinale
16.58 SF Köllerbach - FV 07 Diefflen 4:3
17.17 SV Auersmacher - FC Hertha Wiesbach 1:3
Finale
17.40 FV 07 Diefflen - SV Auersmacher 6:4
18.00 SF Köllerbach - FC Hertha Wiesbach 4:3 (n.V)

Austragungsort: Saarlandhalle in Saarbrücken
Zuschauer: 3.500

Köllerbach klettert erstmals auf Masters-Thron

Der Saarlandligist gewinnt das emotionsgeladene Endspiel gegen Oberligist FC Hertha Wiesbach mit 4:3 nach Verlängerung.

Die alles entscheidende Szene im Endspiel des 28. Volksbanken-Masters des Saarländischen Fußballverbandes gab es neun Sekunden vor Schluss der Verlängerung. Saarlandligist SF Köllerbach führte am Sonntagabend gegen Oberligist FC Hertha Wiesbach mit 3:2, als sich Köllerbachs Jerry Laloe im Zweikampf mit Wiesbachs Hendrik Schmidt duellierte. Die Unparteiischen entschieden auf Foul gegen die Hertha – eine umstrittene Entscheidung.

Da Wiesbach bereits mehr als fünf Teamfouls hatte, gab es einen Zehnmeter-Strafstoß für Köllerbach. Den verwandelte Jan Issa zum 4:2. Hätte es Freistoß für Wiesbach gegeben, wäre ein Zehnmeter für den Oberligisten fällig gewesen. Dies wäre die große Chance zum 3:3 gewesen. „Ich denke, jeder in der Halle hat gesehen, dass das ein Freistoß für uns war“, ärgerte sich Hertha-Schlussmann Leon Thomé, der am Sonntag seinen 21. Geburtstag feierte: „Der Frust ist jetzt einfach nur groß.“

Ein paar Meter weiter feierten die Köllerbacher dagegen ausgelassen. Jerry Laloe, der in Vertretung des erkrankten Dogan Coskun (Magen-Darm-Infekt) gemeinsam mit Teammanager Manfred Maurer-Philippi die sportliche Verantwortung hatte, wurde von seinen Mitspielern auf Schultern getragen.

Die ahnten wohl schon, was wenig später folgen sollte: Laloe, der nahezu keine Minute auf dem Feld verpasste, wurde von der Turnierleitung zum besten Spieler des Masters gewählt. „Jetzt gibt es bei uns nur noch Party“, erklärte der 27-Jährige strahlend. „Nach dieser Qualifikation hatten wir zwar gehofft, aber nie damit gerechnet, das Masters zu gewinnen“, ergänzte der Defensiv-Akteur. Köllerbach hatte gerade noch so das letzte verbliebene Masters-Ticket ergattert.

Zuvor hatten sich die SF in einem packenden ersten Halbfinal-Spiel mit 4:3 gegen Oberligist FV Diefflen durchgesetzt. Sascha Fess sorgte mit einem Fallrückzieher für das wichtige 3:1 für den späteren Sieger. Nach Diefflens 2:3-Anschlusstor durch Arthur Mielczarek beförderte Laloe das Leder im Anschluss an einen Fehlpass sieben Sekunden vor Schluss zum 4:2 für die Sportfreunde ins Netz – die Entscheidung.

Im zweiten Halbfinale besiegte Wiesbach Titelverteidiger SV Auersmacher in einer Neuauflage des Halbfinals von 2019. Damals hatte es Riesenärger gegeben, weil Auersmacher vor der Verlängerung entgegen der zuvor praktizierten Regelauslegung seine fünf Teamfouls gestrichen bekam. Der SV siegte danach in der Verlängerung. Nun nahm Wiesbach Revanche und gewann mit 3:1.

Auersmacher verlor auch das Spiel um Platz drei trotz einer schnellen 3:0-Führung mit 4:6 nach Verlängerung. Diefflens Fabian Poß traf in dieser Partie drei Mal – und holte so mit sieben Treffern den Titel des Torschützenkönigs. Trotzdem war der 25-Jährige enttäuscht: „Mit dem dritten Platz kann ich nur schlecht leben. Wir haben zu Beginn des Turniers zwei überragende Spiele gemacht, dann aber den Faden verloren.“

Im Gegensatz zum Masters 2019 gab es diesmal zunächst keine Probleme mit der Technik – bis zum Endspiel. Die Anzeigetafel zeigte im Finale nicht mehr die verbleibende Spielzeit an. Hallensprecher Peter Hiery sagte regelmäßig durch, wie lange noch zu spielen ist. Probleme machte auch der neue Kunstrasen, den der SFV direkt vom Hersteller bezog. Der Belag löste sich ein ums andere Mal an den Verklebestellen, was zu mehreren Unterbrechungen führte.

(Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 03.02.2020)